Am Ostermontag hatte ich endlich mal Zeit, die schon im letzten Jahr geplante Indigofärbung in Angriff zu nehmen. Und das Ergenis gefällt mir richtig gut. Ich habe einige Stränge fertig versponnener weißer Texelwolle gefärbt, dazu ein Seidentuch und einen Seidenschal und noch zwei vorher mit Schilfblüten gelbgrün gefärbter Kammzüge.
Die weiße Wolle ist wunderschön jeansblau geworden, der Seidenschal hat jetzt ein ganz gleichmäßiges Himmelblau. Das Seidentuch war vorher schon mal mit einer mir unbekannten Pflanzenfärbung schmutzig gelb gefärbt worden und hat jetzt ein sehr schönes Meergrün mit Schattierungen.
Die Kammzüge sind auch toll geworden, ich mag die Farben sehr. Ich muss mal noch Detailfotos machen, wenn sie trocken sind.
Der dritte Zug ergab dann nur noch wenig Farbausbeute, hier hatte ich Milchschafflocken (vorher mit Frauenmantel gefärbt), fertig versponnene weiße Stränge Merino-Alpaka und einen Strang Sockenwolle in der Flotte. Das macht aber nichts, dann wiederhole ich die Färbung demnächst nochmal und da wird das Ganze nachgefärbt.
Ich kam mir ein bißchen vor wie in der Hexenküche, wenn sich die Wolle nach dem Herausfischen aus der Flotte von Gelb über Türkis nach Blau oder Grün veränderte.

Und hier noch ein Foto von meiner Milchschaffärbung im Sud meiner mit Blauholz gefärbten Ostereier:
Ich hab das ganze ca. 1h heiß ziehen lassen. Ob die Farbe lichtecht geworden ist, ich weiß es nicht. Den Blauholzfärbungen sagt man ja nach, daß sie es nicht sind und sich das violette nach grau verändert.