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Donnerstag, 19. September 2013

Meeresfarben

In Neckeroda entdeckte ich ein in wunderschönen Meeresfarben gefärbtes Batt, 
das mußte unbedingt mit in´s Vogtland reisen.
Nun ist es versponnen. 2-fach gezwirnt, 
ein Faden Meeresfarbenbatt
 (Neuseelandlamm mit Seidenspuren) 
und ein Faden Silkhair von Lana Grossa in schwarz. 
Das Schwarz bringt die Farben 
sehr schön zum Leuchten.
Insgesamt sind es 148g mit einer
 Lauflänge von ca. 260m/100g.

Donnerstag, 5. September 2013

Webfortschritt

 Hier mal ein Foto vom ersten Küchentuch in Arbeit. 

So richtige Freude am Weben stellte sich diesmal nicht ein. Denn seit ich die Stahllitzen durch Texsolv-Litzen ersetzt habe, mußte ich leider feststellen, daß das Fach jetzt nur noch ziemlich klein war und das Schiffchen nur mit Fummelei durchpaßte.
Daher mußte ich die Schäfte höher anbinden, dann klappt es auch wieder mit dem Fach.
Damit die Schäfte nun nicht in der Luft hängen, habe ich kleine Styroporstreifen zugeschnitten und links und rechts unten im Kasten (in welchem die Schäfte bei meinem Tischwebstuhl hängen) eingelegt. Ein schöner Nebeneffekt ist, daß das Styropor auch das Geräusch der herunterfallenden Schäfte dämpft.
Nun denke ich, werde ich wieder schneller und mit mehr Lust vorankommen.

Montag, 2. September 2013

Einen Ausflug nach Thüringen

... zum Färberfest nach Neckeroda haben wir am Samstag gemacht.
Und nicht nur ich als Wolljunkie war begeistert, auch mein Mann und mein Sohn fanden Gefallen an dem bunten Fest. Leider hab ich mal wieder vergessen, viele Fotos zu machen, aber die beiden, die ich gemacht hab, möchte ich Euch nicht vorenthalten:
Sonnenschirm
handgewebte Sitzauflagen für den Liegestuhl - fand ich prima und würde ich gern nacharbeiten

Neben vielen wolligen Ständen gab es auch ganz viele Leckereien und entsprechend vollgefuttert und mit Tüten bepackt fuhren wir wieder heim.

Da ich am nächsten Wochenende zwei Tage spinnen werde, hab ich mich sehr gefreut, daß meine kardierte Alpakawolle von der Vögelesmühle zurückgekommen ist. Da habe ich erstmal genug zu tun.

Links habe ich weiße Alpakawolle mit grauer Angorawolle mischen lassen - ganz weich und kuschlig ist die Mischung geworden. Rechts die beiden Rollen sind Alpakawolle in zwei Grautönen, die ich mir direkt vom Züchter geholt hatte. Dann freu ich mich schon mal auf´s Wochenende, das Wetter soll ja schön werden bis dahin, so daß ich dann draußen spinnen kann.

Freitag, 30. August 2013

Aus dem Garten

Im Gewächshaus reifen im Moment die Gurken so rasant, daß wir sie garnicht so schnell aufessen können. Also hab ich mal wieder Schnellgurken gemacht, das müßt Ihr mal probieren, ist total lecker ....

Zutaten:
1 kg Gurken
3 Zwiebeln
2 TL Salz
3 EL Zucker
3 EL Senfkörner
6 EL Essig
Dill oder Petersilie oder Einlegegegewürz für Gurken
etwas Knoblauch in Scheiben geschnitten und 3 kleine getrocknete Chillischoten

Die Gurken schälen, Kerne entfernen und 
in Scheiben schneiden.
Alles zusammen in verschließbares Behältnis geben, 
durchmischen und 2-3 Tage ziehen lassen.
Guten Appetit!

Und für danach habe ich noch Kräuerlikör angesetzt.
Das Rezept gab es in der letzten Sendung von
Mein Schönes Land TV
Das sieht jetzt optisch nicht so ganz ansprechend aus, aber wenn man das Glas öffnet, riecht es sehr lecker und gibt bestimmt ein feines Likörchen.

Morgen machen wir einen Ausflug in´s thüringische Neckeroda zum Färbefest.
Ich freu mich schon sehr darauf, gebt mal ein Zeichen, falls noch jemand hinfährt, der hier mitliest, vielleicht kann man sich dann auch mal persönlich kennenlernen.




Donnerstag, 22. August 2013

Angewebt

Gestern habe ich angewebt. Weil man ja bei manchen Bindungen das Problem hat, daß die Randfäden teilweise nicht erfaßt werden, wollte ich dieses Mal mit den sogenannten
"floating selvedge" arbeiten. Dabei werden die äußeren Kettfäden nicht durch die Litzen, sondern nur durch das Blatt gefädelt und sie werden nicht mit aufgewickelt, sondern laufen mit Gewichten beschwert einfach mit. Dann läuft der Schußfaden einmal über dem Randfaden und beim Rückweg drunter.
Wenn ich jetzt einen Webstuhl mit Tritten hätte, wäre das eine gute Lösung, weil dann der Randfaden mittig zwischen dem Fach verlaufen würde. Beim Tischwebstuhl mit Hebeln hebt es zwar die Schäfte hoch, die nicht angehobenen bleiben mit den Randfäden aber auf einer Ebene, so daß man dann trotzdem den Schußfaden um die Randfäden fummeln muß. Da diese aber durch die Gewichte etwas flexibel sind, macht sich das auf jeden Fall besser.
Vielleicht hat ja jemand noch eine bessere Idee, wie man den Rand ordentlich hinbekommt.
Ich wüßte dann nur noch die Methode, wo man zwei Schäfte extra belegt und damit den Rand in Leinwandbidung webt.
Für Tips und Hinweise bin ich immer dankbar, bin ja noch in der Anfänger-Lernphase :-)

Mittwoch, 21. August 2013

Rot gesehen

Im Moment habe ich ja den Eindruck, daß alle blau machen, das heißt, in allen möglichen Blogs sieht man tolle Bilder von Indigofärbungen. Das habe ich auch noch vor, aber vorerst habe ich rot gesehen :-)
Mit 65g Cochenille habe ich jede Menge Wolle gefärbt. Ich habe mich an die Färbeanleitung von Dorothea Fischer in ihrem Buch "Wolle und Seide mit Naturstoffen färben" gehalten und das Ergebnis gefällt mir richtig gut.

Die Wollstränge sind alle aus hellgrauem Pommernschaf gesponnen, außer der rechte aus Zug 5, das ist einfache Sockenwolle. Durch das Überfärben der grauen Wolle habe ich schöne gedeckte Rottöne erhalten.

Mit Weinsteinrahmbeize bekommt man warme Rottöne, mit Alaunbeize geht es mehr in Richtung pink, wie man sehen kann.


Die Rohwolle ist alles vom Schaf, das sollte eigentlich Coburger Fuchsschaf sein, aber ich habe den starken Verdacht, daß es sich hier eher um eine Mischung aus Milchschaf und Fuchsschaf handelt, da die typischen roten Haare so gut wie nicht vorhanden sind.
Nun muß ich mal sehen, daß ich alles noch über die Kardiermaschine jage, damit ich demnächst wieder Spinnfutter habe.
...Das Michschaf soll natürlich Milchschaf heißen...

Montag, 19. August 2013

Küchentücher weben

Viel läuft ja hier im Moment nicht, aber immerhin habe ich jetzt die Kette geschärt und gebäumt. Nun muß ich "nur" noch die die Fäden einziehen und dann kann es losgehen.
Geplant habe ich Küchentücher, dabei möchte ich verschiedene Bindungen ausprobieren, um etwas Erfahrung zu sammeln.

Das Material für Kette und Schuß ist
Cottolin Ne 22/2 von Künzl.
Es sind 322 Kettfäden mit einer Länge von 3,20m.
Das sollte für drei Küchentücher reichen.