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Donnerstag, 12. Februar 2015

Sockengarn nach Sarah Anderson

Oh weh, so lange habe ich nichts von mir hören lassen. Aber irgendwie hatte ich überhaupt keine Lust auf Internet in den letzten Wochen. Ich hatte wohl eine Phase der Reizüberflutung. Ich seh immer so viele tolle Dinge, die ich auch gern machen würde, aber letztendlich fehlt mir die Zeit dazu hinten und vorne. Also werde ich mir nun nicht mehr so viel vornehmen und lange Projektlisten anlegen, sondern kleine Brötchen backen.

Einige genähte, gesponnene und gestrickte Sachen sind in den letzten Wochen fertiggeworden, die werde ich demnächst hier nach und nach zeigen.

Mein jetziges Projekt war das Spinnen von Sockengarn. In dem sehr empfehlenswerten Buch "The Book of Spinners Yarn Design" beschreibt Sarah Anderson unter anderem unterschiedliche Arten des Spinnens von Sockengarn. Sehr angetan war Sie bei Ihren Experimenten von einer mir bisher unbekannten Methode:
Man spinnt zwei Fäden in S-Richtung und einen in Z-Richtung und verzwirnt alle 3 Fäden in Z-Richtung. Dadurch soll das Garn Elastizität bekommen und haltbarer werden.
Das möchte ich unbedingt mal ausprobieren.
Ich habe mir beim Wollschaf Bio-Merino zu diesem Zweck bestellt (spinnt sich toll und kann ich sehr empfehlen) und gefärbt. Leider habe ich mal wieder vergessen, den Kammzug zu fotografieren.
Gestern abend habe ich verzwirnt und als ich das Garn von der Haspel nahm, dachte ich nicht, daß das ein brauchbares Sockengarn wird. Es sah eher so aus, als hätte ich verkehrt herum gezwirnt.

Ich habe den Strang natürlich gleich ins Entspannungsbad gelegt und vor dem Schlafengehen mit einer großen Flasche Shampoo beschwert aufgehängt.
Und heute morgen konnte man schon sehen, das die Kräuselung so gut wie weg war.
So sieht das Garn jetzt nach dem Trocknen aus:



Jetzt bin ich begeistert und freu mich schon auf´s Anstricken. Das Garn hat eine Lauflänge von 330m auf 100g.
Ich wünsche Euch einen schönen Abend und lasse jetzt die Nadeln glühen.

Hier noch einen schönen Gruss von unserem Fritzie, der träumt schon süß von Mäuschen und holden Katzendamen ....



Montag, 22. Dezember 2014

Weihnachtsgrüsse

Da bei mir in den nächsten Tagen
der Laptop aus bleibt, möchte ich
meinen treuen Leserinnen heute schon ein
wunderschönes und ruhiges Weihnachtsfest
im Kreise der Familie wünschen.
Geniesst die freien Tage und lasst es Euch und Euren Lieben gut gehen.



Dienstag, 11. November 2014

Warm am Po

habe ich es jetzt, denn von einer lieben Spinnfreundin hatte ich einen Stäbchenwebrahmen zum Ausprobieren bekommen. Da fand ich ein Sitzkissen als Testprojekt geeignet und ich bin echt angetan vom Ergebnis. Ich habe die Wollfäden ganz fest aneinander geschoben und das Kissen ist dadurch bestimmt gut 1,5cm dick geworden. Verwendet habe ich selbstgesponnene Wolle vom Suffolkschaf in grau und mit Cochenille rosa gefärbte Milchschafwolle. Das Weben geht sehr schnell, wenn man den Bogen raus hat, nur die Fäden zu vernähen war etwas mühsam. Das Stäbchenweben ist eine gute Möglichkeit, das Wolllager schnell zu verkleinern, denn es ist ziemlich materialintensiv, das Kissen wiegt z.B. 410g und ist 38x42cm groß.
Da könnte ich nun von meinen ganzen pflanzengefärbten Wollsträngen eine Sitzauflage für unsere Terrassenbank weben.




Mal sehen, was es heute noch alles beim Creadienstag zu sehen gibt.

Mittwoch, 29. Oktober 2014

Ein Raglanshirt

habe ich mir genäht. Und zwar Modell 4 aus der Ottobre 5/2013.
Der Stoff ist ein Jersey vom letzten Stoffmarktbesuch. Er trägt sich sehr angenehm und ich hoffe, dass er auch nach einigen Wäschen noch so schön bleibt.
Das Modell hatte ich schon mal ganz zum Anfang meiner wiedergekommenen Nählust genäht, aber die Paßform ließ zu wünschen übrig (mangels Fertigkeiten).
Diesmal bin ich voll zufrieden und werde das Shirt gern tragen.
Schon viele Wochen bestaune ich jeden Mittwoch die tollen selbstgenähten Kleidungsstücke hier beim Me Made Mittwoch. Ich trau mich heute einfach mal und bitteschön, hier ist mein Shirt:



Donnerstag, 23. Oktober 2014

Cowl aus reiner Seide

Meine gesponnene Seide aus den Seidenhankies ist jetzt zu einem Cowl geworden.
Ganz schlicht kraus rechts gestrickt, denn ein Muster wäre bei der Farbintensität und der dick/dünn gesponnenen Optik auf jeden Fall untergegangen. Dafür habe ich bei Ravelry eine nette Strickanleitung gefunden, die fand ich für das Garn sehr passend. Da das Strickstück versetzt zusammengenäht wird, bekommt das Teil eine interessante Zipfeloptik.
Nur fotografieren ließ er sich ganz schlecht bei dem trüben Wetter.
Die Seide ist kuschelweich und eine gute Alternative für alle, die Wolle am Hals nicht vertragen.



Schaut doch mal bei RUMS vorbei, was diese Woche wieder von den kreativen Mädels gehandarbeitet wurde.



Freitag, 17. Oktober 2014

Herbstlich kardiert

Meine Krappfärbung auf Schafwolle habe ich jetzt kardiert. Um das grelle Orange etwas abzudämpfen, habe ich kleine Portionen Merinowolle in Schwarz, Petrol, Violett, Dunkelblau und graues Gotlandschaf einkardiert. So habe ich demnächst erstmal Spinnfutter (naja, ist ja nicht so, daß im Handarbeitszimmer nicht noch genug auf´s Spinnen wartet). Das entstehende Garn werde ich auch für mich verarbeiten, das paßt gut zu meiner neuen Haarfarbe *kicher*.


Morgen bin ich zum Spinnen im Wasserschloss Klaffenbach bei Chemnitz.
Dort veranstaltet Karin Fischer nun zum 4. Mal Maschen im Trend. Vielleicht hat ja jemand Lust, morgen oder Sonntag vorbeizuschauen?

Übrigens möchte ich mich noch für Eure lieben Kommentare zu meinen Handstulpen bedanken :-)

Die Seidenhankies habe ich inzwischen versponnen:


Gestrickt habe ich auch schon, aber gestern habe ich alles nochmal aufgeribbelt und neu angefangen. Ich hätte sonst viel Garn übrigbehalten. So fange ich den Cowl nochmal neu an und stricke diesen breiter. Da fehlt mir halt bei dem Garn einfach die Erfahrung, um die Ergiebigkeit einzuschätzen.

Ich wünsch Euch allen ein schönes Wochenende und grüße Euch mit einer Rose aus meinem Garten (verrückt, daß die jetzt Mitte Oktober noch so toll blühen).







Donnerstag, 16. Oktober 2014

Handstulpen Goths Mitts

Nun ist ein weiteres Mitbringsel vom Wollefest Leipzig verarbeitet:
Ein Strang ganz wunderbarer Wolle aus 75% Wolle und 25% Seide von den Mädels von Dye for Yarn  wurde zu ein paar herbstlichen Handstulpen für mich.
Das Strickmuster bekam ich als Beigabe zur Wolle. Man kann es aber auch auf Ravelry finden klicks.
Das Garn ist sowas von angenehm auf der Haut, daraus könnte ich mir auch gut ein Strickstück für den Hals vorstellen. Da kratzt absolut nichts.


Und weil´s mal wieder was für mich ist, reihe ich mich heute in der RUMS - Galerie
ein.